Wiebke

Wiebke K.

Firmenstelle

Alter: 27

Dienststelle: Finanzamt Bünde

Aufgabe: Veranlagung von Personen- und Kapitalgesellschaften

Hobbys: Fechten, Yoga

INTERVIEW

Warum haben Sie sich dazu entschieden, bei der Kampagne mitzumachen?

Weil ich finde, dass das Bild von Finanzbeamten in der Öffentlichkeit sehr überholt ist. Die Leute reagieren uns gegenüber immer noch nicht besonders erfreut, wenn man sagt, dass man beim Finanzamt arbeitet.  Ich fand die letzte Kampagne schon sehr authentisch und freue mich, nun Teil der Fortsetzung zu sein und in der Öffentlichkeit zu zeigen: So sind wir.

 

Wie haben Freunde und Familie reagiert, als sie erfahren haben, dass Sie bei der Kampagne mitmachen wollen?

Die fanden es alle richtig gut.. Ich habe meinen Freunden auch davon erzählt und die meinten alle, ja sofort, auf jeden Fall machen.

 

Können Sie sich noch an den Tag erinnern, an dem sie sich dazu entschieden haben, zur Finanzverwaltung zu gehen - und warum? Interview mit Frau Könemann

Ja, ich habe damals mit einer Bekannten von mir, die auch im Finanzamt arbeitet, geredet und die hat mir dann gesagt, Mensch, du machst doch nächstes Jahr Abi, wäre das nicht auch was für dich? Und da ich Rechtliches auch schon immer total interessant fand, habe ich mich beworben und wurde auch direkt zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

 

Was mögen Sie am meisten an ihrem Job?

Am meisten mag ich die Vielfalt, unser Job ist nie gleich. Auch dadurch, dass Stellenwechsel von vornherein dazugehören, lernt man mit der Zeit immer neue Fachbereiche kennen. Man hat viele Entwicklungsmöglichkeiten in so viele verschiedene Richtungen. Man kann im Finanzamt im Innen- oder Außendienst arbeiten. Außerdem gibt es noch die Oberfinanzdirektion, das Ministerium der Finanzen oder die Finanzschulen, in denen man als Dozent tätig sein kann.  Man hat also wirklich viele Möglichkeiten.

 

Was zeichnet die Finanzverwaltung als guten AG aus?

Ganz oben steht unsere Flexibilität, z.B. durch die Gleitzeit. Es gibt verschiedene Arbeitszeitmodelle, wie Teilzeit oder Heimarbeit. Wir sind dadurch sehr familienfreundlich, was gerade als Frau auch ein wichtiger Punkt ist. Nach einer Elternzeit kann man sagen, man möchte mit weniger Stunden wieder einsteigen. Ich habe z.B. eine Kollegin, die Mutter geworden ist. Sie ist zwei Tage in der Woche im Büro und arbeitet an drei Tagen von zu Hause aus, das ist für sie total praktisch! Außerdem mag ich die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen sehr gerne. Wir sind ein sehr dynamisches Team und das macht super viel Spaß.

Wem irgendwann der reine Schreibtisch-Job nicht mehr gefällt, der bewirbt sich auf eine andere Stelle. Diese Entwicklungsmöglichkeiten finde ich auch vor allem für junge Leute total wichtig. Gerade, wenn man sich schwer entscheiden kann, weiß man, dass man sich auch immer noch in andere Richtungen entwickeln kann.

 

In welcher Stelle sehen Sie sich in ein paar Jahren?

Ich bin da noch relativ offen. Im Moment beschäftige ich mich mit den Steuern für Personengesellschaften und Körperschaften. Ich habe schon mal über den Außendienst nachgedacht, zum Beispiel die Umsatzsteuer-Sonderprüfung oder Betriebsprüfung. Da wäre das Gesellschaftsrecht sicherlich auch hilfreich.

 

Was hat Ihnen an Ihrer Studienzeit am meisten gefallen und was nicht?

Am meisten hat mir gefallen, dass man so viele neue Leute kennengelernt hat. Ich habe eine sehr gute Freundin in Nordkirchen kennengelernt und unsere Freundschaft hält noch immer an.

 

Also schafft man es neben dem Lernen auch noch etwas mit anderen zu unternehmen?

Ja auf jeden Fall (lacht)! Man hat in Nordkirchen vormittags Unterricht, nachmittags kann man sich seine Zeit selbst einteilen, wann man lernen möchte.

Wiebke K.